Wie definiert man Axiale Spondyloarthritis?

Die Axiale Spondyloarthritis ist eine rheumatische Erkrankung, die mit einer Entzündung an der Wirbelsäule einhergeht. Dabei bildet Axiale Spondyloarthritis den Oberbegriff für die Krankheitsbilder Ankylosierende Spondylitis (AS), auch Morbus Bechterew genannt, und die frühe Form der Erkrankung, die sogenannte nicht-röntgenologische Spondyloarthritis. Rechtzeitig erkannt und behandelt, lässt sich der Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. Axiale Spondyloarthritis kann sich durch Entzündungen im Bereich der Kreuz-Darmbein-Gelenke (Sakroiliitis) und der Wirbelkörper (Spondylitis) äußern, weshalb vor allem der untere Rücken schmerzt. Auch die Bandscheiben (Spondylodiscitis) oder die kleinen Wirbelgelenke können betroffen sein. Axiale Spondyloarthritis wird daher auch als "entzündlicher Rückenschmerz" bezeichnet. Im Krankheitsverlauf verschmelzen nach und nach die angegriffenen Gelenkoberflächen und führen so zu einer Wirbelsäulenversteifung. Neben der Wirbelsäule sind oft auch andere Gelenke, meist im Bereich der unteren Extremitäten, betroffen. 

 
 

Das Krankheitsbild Axiale Spondyloarthritis wird in zwei Typen unterteilt:

Bei der Ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) sind im Röntgenbild knöcherne Veränderungen und Versteifungen an den Kreuz-Darmbein-Gelenken und an der Wirbelsäule sichtbar. In der frühen Phase der Erkrankung sind diese Veränderungen im Röntgenbild (noch) nicht zu erkennen. Sie wird darum nicht röntgenologische Axiale Spondyloarthritis genannt.  

 

Bewegung tut gut

Rückenschmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit sind häufige Folgen einer Axialen Spondyloarthritis. Die Beschwerden können sich negativ auf Alltag, Beruf, Hobbies und sogar den Schlaf auswirken. Daher sind Sport und körperliche Aktivitäten besonders wichtig. Sie tragen dazu bei, die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gelenken zu erhalten. Oft lassen die Schmerzen nach und die Lebensqualität verbessert sich langfristig. Unser Sporttest hilft Ihnen, eine passende Sportart zu finden. Mit regelmäßiger Bewegung können Sie den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und viel zu Ihrem Wohlbefinden beitragen. Bitte sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten über mögliche Übungen und für Sie geeignete Sportarten. Weitere Informationen zum Thema "AxSpA und Sport" finden Sie auch in unserer gleichnamigen Broschüre.