Häufige Fragen im Überblick

Zur Ernährung

Gibt es eine Rheuma-Diät?

Nein. Es gibt keine spezifische Rheuma-Diät. Eine bewusste und ausgewogene Ernährung kann den Krankheitsverlauf jedoch günstig beeinflussen. Lesen Sie in der Rubrik Ernährung, was zu einer gesunden Lebensweise beiträgt. Dort finden Sie auch zahlreiche Rezepte, unter anderem von TV- und Starkoch Christian Henze.

Welche Lebensmittel sind gut für mich?

Bei rheumatischen Erkrankungen wird empfohlen, auf eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und wenig Fleisch zu achten. Grundsätzlich gilt, dass jeder essen soll, was ihm oder ihr schmeckt und die ungünstigen Lebensmittel einfach in der Menge reduziert werden. Als besonders empfehlenswert, da entzündungshemmend, gelten die z. B. in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.

Auf welche Inhaltsstoffe/Lebensmittel sollte ich verzichten?

Studien belegen, dass Arachidonsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, den Entzündungsprozess begünstigt. Daher sollten Sie nur wenig Fleisch und Milchprodukte zu sich nehmen. In vielen pflanzlichen Lebensmitteln kommt Arachidonsäure nicht vor, weshalb eine (teil)-vegetarische Ernährung zu einer Besserung der Beschwerden führen kann.

Bestimmte Lebensmittel vertrage ich schlechter, was muss ich beachten?

Patienten mit Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel der Rheumatoiden Arthritis, leiden häufiger als gesunde Menschen an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Welche Nahrungsmittel nicht vertragen werden, ist dabei von Patient zu Patient unterschiedlich. Es wird jedoch vermutet, dass durch den Verzehr der "unverträglichen" Nahrung die körpereigene Abwehr aktiviert und eine Immunreaktion ausgelöst werden kann. Achten Sie daher stets auf die Reaktionen Ihres Körpers und verzichten Sie auf Lebensmittel, die Ihnen nicht gut tun.

Sind Antioxidantien wichtig für meine Ernährung?

Bei einem rheumatischen Entzündungsprozess entstehen verstärkt Radikale, die Schädigungen an den Gelenken und gelenknahen Strukturen fördern. Die sogenannten Radikalenfänger oder Antioxidantien sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Welche Sorten besonders empfehlenswert sind, erfahren Sie in der Rubrik Ernährung.

Muss ich auf Salz verzichten?

Nein. Denn der Körper braucht Natrium, um den Wasserhaushalt der Zellen zu regulieren. Ein Verzicht ist kaum möglich, da Salz in nahezu allen Lebensmitteln enthalten ist. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt täglich nur einen gestrichenen Teelöffel Salz zu konsumieren. Zuviel Salz kann zu hohem Blutdruck führen und damit Herz und Gefäße belasten. Verwenden Sie zum Würzen stattdessen frische Kräuter, Zitronensaft oder hochwertige Essige und Öle.

Wie behalte ich bei meiner Ernährung den Überblick?

In der Rubrik Ernährung finden Sie ein eingelegtes Ernährungsposter. Auf diesem sind die empfehlenswerten und die nur in Maßen zu genießenden Lebensmittel übersichtlich aufgeführt. Sie können es einfach mit einem Magneten an der Kühlschranktür befestigen.

 

Zu sportlichen Aktivitäten

Darf ich als Rheumapatient Sport treiben?

Patienten mit rheumatischen Erkrankungen nehmen oft eine körperliche Schonhaltung ein. Sanfte Bewegung ist jedoch in der Therapie besonders wichtig. Sie kann dazu beitragen, die Funktionalität der Gelenke möglichst lange zu bewahren und die Lebensqualität zu erhalten.

Welche Sportarten sind besonders geeignet?

Auf dieser Website finden Sie einen Sporttest, der Ihnen zeigt, welche Sportart zu Ihnen passt. Darüber hinaus gibt es Tipps, was Sie bei körperlicher Betätigung berücksichtigen sollten.

Kann ich auch neue Sportarten ausprobieren?

Grundsätzlich ja. Sie sollten neue Sportarten aber immer unter Anleitung, z. B. in einem Fitnessstudio, erlernen und die Bewegungsabläufe durch erfahrene Sportler oder Physiotherapeuten kontrollieren lassen. So stellen Sie sicher, dass Sie die Übungen richtig und mit optimalem Nutzen ausführen.

Kann Sport auch schädlich sein?

Falsche Bewegungsmuster können zu Fehlhaltungen führen. Diese "unnatürlichen" Haltungen können bestimmte Muskelgruppen strapazieren und so Verspannungen auslösen, die wiederum neue Schmerzen verursachen. Lassen Sie sich daher von Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten beraten, wenn Sie Bewegungsschmerzen haben.

Ich bin kein sportlicher Typ, was kann ich tun?

Wichtig ist, dass Sie generell in Bewegung bleiben. Gehen Sie täglich eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren. Das verbessert Ihre Vitamin-D Versorgung und wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus. Ein auf Rheumapatienten abgestimmtes Krafttraining kann ebenfalls eine gute Alternative sein.

 

Zu einem gesunden Lebensstil

Muss ich mit dem Rauchen aufhören?

Studien haben gezeigt, dass Rauchen die Entstehung einer rheumatischen Erkrankung fördert und der stärkste Risikofaktor für die Herzgesundheit ist. Durch das Rauchen werden zudem Medikamente vom Körper schlechter aufgenommen und sind dadurch weniger wirksam. Deshalb brauchen Raucher mehr Medikamente, durch die wiederum das Risiko von Nebenwirkungen steigt. Außerdem wurde nachgewiesen, dass Rheumapatienten, die rauchen, nicht so gut auf ihre Therapie ansprechen. Die Rauchentwöhnung lohnt sich: Nach dem Rauchausstieg sinkt das Erkrankungsrisiko im Laufe der Zeit.

Erhöht Rheuma das Risiko für mein Herz?

Rheumatische Erkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis belasten auch das Gefäßsystem im Körper. Deshalb haben Rheumapatienten ein erhöhtes Risiko für alle Krankheiten, die eng mit dem Gefäßsystem oder dem Herzen verknüpft sind, wie zum Beispiel Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Zudem kann eine Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose) durch die Entzündungsreaktionen bedingt sein. Ein Rauchverzicht und eine gesunde, vollwertige Ernährung wirken sich positiv auf Herz und Gefäßsystem aus.

 

Zum Meistern des Alltags

Wie behalte ich im Alltag den Überblick über meine Therapie?

Zum Beispiel mit RheumaLive, AxSpALive und PsALive, den von der UCB Pharma GmbH entwickelten Online-Tagebüchern. Sie stehen als App und PC-Versionen zur Verfügung und helfen den Teilnehmern, den Überblick zu bewahren. Mit täglichen Einträgen können Sie Ihre Fortschritte und den Weg zur Remission verfolgen und bewerten. Eine Reminderfunktion erinnert an die Medikamenteneinnahme und teilt rechtzeitig das Packungsende mit. Der als PDF erstellte Therapie-Verlauf kann auch an die Arztpraxis geschickt und mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Was muss ich bezüglich meiner Medikamente bei Reisen beachten?

Sie sollten sich vor Beginn des Urlaubs eine Reiseapotheke zusammenstellen und sich über aktuelle Besonderheiten am Zielort informieren. Denken Sie daran, Ihre Medikamente mitzunehmen, und lagern Sie diese entsprechend den Vorgaben in der Packungsbeilage. Bei Flugreisen gehören Arzneimittel zum Beispiel immer ins Handgepäck. Es ist möglich, dass Sie für die Flughafenkontrolle ein medizinisches Attest benötigen. Ob dieses Attest beim Zoll reicht, erfahren Sie im entsprechenden Konsulat Ihres Reiselandes.