Soll ich meine Gelenke bei Rheuma schonen?

Generell ist es wichtig, bei einer rheumatischen Erkrankung aktiv zu bleiben und so die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten. Jedoch können falsche Bewegungsmuster zu Fehlhaltungen führen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten beraten, wenn Sie Bewegungsschmerzen haben. Einige Patienten tendieren außerdem dazu, Schon- oder Vermeidungshaltungen einzunehmen. Diese "unnatürlichen" Haltungen können bestimmte Muskelgruppen strapazieren und so Verspannungen auslösen, die wiederum neue Schmerzen verursachen. Darum sind sanfte, an die inpiduelle Krankheitssituation angepasste Bewegungen wegweisend für die Therapie und den Erhalt der Lebensqualität.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz, Beine leicht gespreizt, Füße stehen fest auf dem Boden.

Übung 1: Stellen Sie einen Fuß abwechselnd auf die Fersen und auf die Zehen und rollen Sie den Fuß über den Großzehenballen ab. Dann mit dem anderen Fuß üben. Die Übung sollte 10 x wiederholt werden.

Übung 2: Strecken Sie die Knie, stellen Sie die Fersen vorne auf und ziehen Sie abwechselnd den Fußinnen- und Fußaußenrand hoch. Drehen Sie die Knie nicht mit, die Kniescheiben zeigen zur Decke. Die Übung sollte 10 x wiederholt werden.

Übung 3: Tippen Sie die Fußspitze bei gestecktem Knie vorne auf und dann die Ferse soweit wie möglich vor dem Hocker aufstellen, ohne den Vorfuß auf den Boden zu bringen. Dann mit dem anderen Fuß üben. Die Übung sollte pro Fuß 10 x wiederholt werden.

Übung 4: Strecken Sie ein Bein und ziehen Sie die Fußspitze abwechselnd hoch und runter. Dann mit dem anderen Fuß üben. Die Übung sollte pro Fuß 10 x wiederholt werden.

Übung 5: Strecken Sie ein Bein und heben Sie im Wechsel den Fußinnen- und Fußaußenrand. Dann mit dem anderen Fuß üben. Die Übung sollte pro Fuß 10 x wiederholt werden.

Übung 6: Strecken Sie ein Bein und kreisen Sie mit dem Fuß rechts- und linksherum. Dann mit dem anderen Fuß üben. Die Übung sollte pro Fuß 10 x wiederholt werden.